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| Gedanken zum Thema | ||
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Liebe Leserinnen und liebe Leser! Andreas Mützlaff Noch ein Gedanke zum Thema? Wer hat denn beim NOTausgang das Sagen? Die Ordnung ist schon klar. Einer hat den Hut auf, leitet die Redaktionsarbeit - ist Leiter des Redaktionsteams und zeichnet als V.i.S.P. Doch jedes Mitglied bringt seine Erfahrungen und Gedanken ein. Was Leben bringt in den Redaktionskeller und in unser Heft. Joachim Hennig (V.i.S.P.). Liebe Leserinnen und liebe Leser! Das Redaktionsteam will sich nicht nach außen hin durch seine Zeitung empören. Jedoch möchten wir durch unsere Sicht auf die Dinge für das Thema Empörung sensibilisieren. Bei der Ausarbeitung dieser Ausgabe erkannten wir aber auch: ohne Empörung geht es nicht, stünden wir nicht da, wo wir heute stehen. Im negativen, wie im guten Sinne. Für uns war es nicht leicht, der Empörung ein Gesicht zu geben. Jeder empfindet sie anders und gibt ihr auf eigene Weise Ausdruck. Sie begleitete uns als anregender Impuls, mal schlagfertig und impulsiv, mal auch etwas leiser. Empörung. Wer oder was soll das sein, für uns, in unserem Leben? Die Suche nach der Antwort führte uns in manche Diskussion. In lange Diskussionen: über Definition, über die eigene Empörung, über kollektive und auch gerechtfertigte Empörung. Mit deutscher Sachlichkeit konnten wir sogar einige Empörungen zum kurzen Aufreger degradieren. Ein jeder konnte mitreden, denn jeder ist mit seiner Empörung der Experte und schafft es auf seine Weise seine Umwelt dran teilhaben zu lassen. Die Universalantwort gibt es nicht. Empöre ich mich, dann sollte ich handeln. Sei es nun gegen Obdachlosigkeit, gegen Hunger oder Rechtsextremismus. Etwa wie Luise Zimmermann vom Netzwerk gegen Rechtsextremismus. Das Marschieren der ewig Gestrigen und deren erwiesenermaßen gescheiterten Vorstellungen von Politik und Herrenrasse stellen für sie einen direkten Angriff auf unser Zusammenleben dar. Ihre Empörung hat sie stark und aktiv gemacht. Das aber muss gelernt sein. Es erfordert Zivilcourage. Manchmal auch das Engagement gemeinnütziger Vereine wie "Hauen ist doof". Die Gestaltung des Gemeinwesens für die Gegenwart und die Zukunft beginnt im (bei den) Kleinen. Deshalb setzt der Verein bei den Kindern an. Er vermittelt ihnen, wie sie sich selbst konstruktiv mitteilen können, ihre Wünsche und Vorstellungen zu äußern wissen. Mit Argumenten, statt Fäusten. Mit Worten, denen Taten folgen. Sie lernen auf Dialog, statt Konfrontation zu setzen und geben ihrer Empörung eine Richtung. Das hat diese Welt bitter nötig. Wären Sie, liebe Leserinnen und liebe Leser, wäre unser Redaktionsteam der Meinung, dass alles im Reinen ist, dann gäbe es diese Zeitung ganz sicher nicht. Marcus Döpel |
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